BIO
Richard Wagner
Richard Wagner was born in Karl-Marx-Stadt (GDR) now Chemnitz (GER). His thinking was shaped by the ending of the GDR and the changes that came along. He studied theatre science and philosophy in Leipzig. At that time he was already involved in various performance-developments at the Spinnwerk, a division of the theater in Leipzig. After finishing his studies, he assisted in different theatres in Germany. At Theater Augsburg he made his debut as a director with Dostoyevsky's The Dream of a Ridiculous Man. Later he staged Grounded (Am Boden), a story about a woman with PTSD, at Staatstheater Darmstadt. Bestie was the first theatre show that took place in virtuality exclusively and was created in cooperation with Residenztheater München. After this came the German premier of MARJORIE PRIME at Theater Ingolstadt. Then he went further to Performances and theater projects with cultural impact, like Dringende Bedürfnisse at LOFFT Leipzig and Made in Schmotzen - Vergangenheit verkauft sich gut with Bühnenvolk Nossen in Co-operation with Landgestalten e.V.
Among others he assisted Silvia Costa (Mémoire de fille, Residenztheater München), Sapir Heller (Das große Wundenlecken, Theater Augsburg), Christoph Mehler (A Midsummer Night's Dream, Theater Augsburg), Claus Peymann (Rhinocéros, Theater Ingolstadt) and Bastian Kraft (Lulu; What the Butler saw, Residenztheater München).

Ich wurde noch in der DDR geboren. Meine Kindheit nach der Wiedervereinigung war geprägt von den Eindrücken einer enormen Freiheit durch das Verschwinden eines übermächtigen Staates und das Wachsen der Zäune des Kapitalismus in den realen wie geistigen Hinterhöfen meiner Jugend. Theater bot für mich immer die Möglichkeit die Zäune einzureißen. Spielend, inszenierend oder als Publikum dabei seiend (denn Theater erleben ist mehr als nur zuschauen), erlaubte die bespielte Bühne mir, mittels der Fantasie etwas ganz anderes zu werden. Irgendwann erkannte ich, dass Theater überall stattfinden kann und zog aus, um neue Räume (das Internet mit digitalen Theaterformen, ein leeres Schaufenster, eine Bar oder ein Museum) zu theatralisieren.
Und jetzt kommt die Verantwortung für Teilnahmemöglichkeiten aller an Kultur und der künstlerischen Sichtbarmachung einer Kultur für Alle.
